Warum wir Meister der Selbstisolation sind

31/03/2020

Es war einmal ein Ehepaar das, entgegen aller Prognosen von höheren Scheidungsraten und häuslicher Gewalt, in der Selbstisolation regelrecht aufblühte. Zwei Menschen, die nicht gerade einen unsozialen Eindruck machten und die man keinesfalls als Einzelgänger bezeichnen würde. Ganz im Gegenteil. Sie verfügten über einen beachtlichen Freundeskreis und vor Corona verbrachten sie gern Zeit in der irischen Natur.

Wie Feuer und Wasser

Was mag das für ein Paar sein, das sich selbst genug ist und dem die Selbstisolation wenig ausmacht? Zwei Personen, die auf dem Papier unterschiedlicher nicht sein könnten. Keine Online-Dating Plattform der Welt hätte ihnen Übereinstimmungen bescheinigt. (Ehemalige) Auswanderer, deren Wahrscheinlichkeit sich über den Weg zu laufen verschwindend gering war, da sie den größten Teil ihres Lebens tausende Kilometer entfernt auf verschiedenen Kontinenten verbracht hatten. Ein strenggläubiger irischer Katholik, der nach über 20 Jahren in Amerika wieder in seine Heimat zurückgekehrt war. Und eine konfessionslose Deutsche, die in ihrem Heimatland alles zurückgelassen hatte um einen lang gehegten Traum zu verwirklichen.

Gesucht und Gefunden

Es ist ein Paar, das im Sommer seinen 6. Jahrestag feiert. Verbunden durch einen ganz eigenen schwarzen Humor, wie ihn nur wenige verstehen. Zwei gegensätzliche Charaktere, die nach der gleichen Moralvorstellung und den selben konservativen Werten leben. Eltern zweier wunderbarer Kinder, die es manchmal kaum fassen können, was sie gemeinsam Großartiges hervorgebracht haben. Eine Vollzeit-Mama und ein Home-Office-Familienernährer. Sie sind eine Familie, deren Routine sich durch den Corona Virus nicht großartig geändert hat. Sie leben so weiter wie vor der Krise weil sie in ihren eigenen vier Wänden fast alles haben, was sie zum Leben brauchen.

Wie wir uns vorbereiteten ohne zu wissen was kommt

Mit der Corona-Krise und der daraus resultierenden Selbstisolation fragen sich plötzlich viele wie das gehen soll, alles von zu Hause aus zu bestreiten. Arbeiten, Kinder beschäftigen und die Einkäufe auf ein Minimum zu reduzieren. Während diverse Ratgeber-Seiten voller kreativer Ideen für die Selbstisolation wie Pilze aus dem Boden schießen, ist vieles davon nicht neu für uns. So sieht unser Alltag aus, schon lange bevor er von Corona bestimmt wurde.

Die Krise um den Virus selbst versetzt natürlich auch uns in Sorge und Bangen um die Zukunft. Der vorläufige Rückzug aus dem gesellschaftlichen Leben trifft uns allerdings nicht allzu hart. Wir fühlen uns, wenn auch ungeplant, darauf vorbereitet. Bis auf geringfügige Einschränkungen können wir so weiterleben wie vor der Selbstisolation. Abgesehen davon, Freunde und Familie nicht sehen zu können.

Tipps und Tricks für die Selbstisolation

In meiner Mini-Blog-Serie möchte ich gern unsere Erfahrung teilen, die wir mit dem Arbeiten von zu Hause in den letzten 3 Jahren gesammelt haben. Ich verrate euch wie wir unsere Kinder während der Selbstisolation (fast) ganz ohne Fernsehen und großen Aufwand beschäftigen. Und zu guter letzt gebe ich euch einen Einblick in meine „experimentelle“ Küche, bei der Improvisieren seit jeher eine große Rolle spielt. Auch das kommt uns in der Selbstisolation gerade zu Gute. Los geht’s in meinem nächsten Blog Artikel mit dem Erfolgreichen Arbeiten im Home Office mittels weniger einfacher Regeln.

P.S.

Bitte geht nicht davon aus, dass wir während der Selbstisolation nicht auch manchmal am Rad drehen. Denn das tun wir. Neulich haben wir Zahlenhopse (Himmel und Hölle) auf unserem neuverlegten Gartenweg gespielt (ohne Kinder!). Und manchmal kullern wir uns den Grashang in unserem Garten herunter. Das haben wir auch schon vor der Selbstisolation gemacht. Nun haben wir wenigstens eine Ausrede.

P.P.S.

Es gibt auch Tage da nützen alle guten Tipps und Ratschläge nichts. Da schlägt uns die Selbstisolation knallhart auf’s Gemüt. Dann hangeln wir uns so durch den Tag. Da gibt es keine Routine und keine Regeln. Das ist dann einfach so.

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